Die einfachste Methode verwaiste respektive andernorts gefundene Jungvögel an das Leben in freier Wildbahn zu gewöhnen ist es, sie wilden Altvögeln „unterzujubeln“.
Dies erfordert Kenntnis über Lokalisationen
von Horsten, sowie deren Stand der Jungvogelaufzucht. Falls ein Zurücksetzen in den ursprünglichen
Horst nicht möglich ist, können manche Greifvögel auch wilden Artgenossen deren
Jungvögel gleiches Lebensalter aufweisen eingesetzt bzw. in der Ästlingsphase
in die Nähe des Horstes gesetzt werden.
Diese Methode funktioniert sogar artübergreifend.
So können beispielsweise von Habichten, juvenile Wanderfalken großgezogen werden. Die direkte Aufzucht durch adulte Altvögel als Ammen ist die erstrebenswerteste Methode der Wiederauswilderung von juvenilen Greifvögel. Die Erfolgsquoten bei richtiger Durchführung aller Methoden der Altvogelaufzucht – fremde Adoptiv-Altvögel, Zurücksetzen in den eigenen Horst, sowie artfremde Adoptiv-Altvögel- sind sehr hoch.
Der große Vorteil diese Methode ist, dass sie wenig arbeitsintensiv ist, da die Altvögel die Fütterung und Sozialisierung übernehmen.


