Aufgrund der unterschiedlichen Ansprüche der Tierarten an ihr Leben in freier Wildbahn ergeben sich auch unterschiedliche Ansprüche an ihre körperliche Fitness und Leistungsfähigkeit. Bei einigen Tierarten genügt es, wenn sie nicht die volle körperliche Leistungsfähigkeit und Funktionsfähigkeit zurückerhalten, bei anderen muss das Tier vollkommen wiederhergestellt sein, um freier Wildbahn zu überleben. Ein schmerzfreies aber nicht in korrekter Stellung geheiltes Bein stört einen Fuchs beim Mäusefang nicht. Eine inkorrekte Flügelstellung bei einem Greifvogel wie bspw. einem Sperber, kann für den Vogel bedeuten, dass er nie wieder Jagen und Beute machen kann. Ein derartiger Funktionsverlust wäre in freier Wildbahn quasi ein Todesurteil.
Tauben, Rabenvögel oder auch Wildwiederkäuer haben es wiederum vergleichsweise einfach Nahrung in deren Lebensraum zu beschaffen und benötigen daher weniger Augenmerk hinsichtlich deren Rehabilitation im Hinblick auf volle Leistungs- und Funktionsfähigkeit. Generell lässt sich sagen, dass für Nahrungsgeneralisten wie z.B. Mäusebussarde, Rabenvögel etc. nicht dieselbe Flugfähigkeit gefragt ist, wie sie bei den Flugjägern Habicht, Sperber und den Falken gefordert ist. Für diese Arten genügt in der Regel einfache Volierenhaltung.
"Jedem Tierchen sein Pläsierchen"
Die unterschiedlichen Anforderung an die körperliche Konstitution benötigen unterschiedliche Methoden der Rehabilitation. Es werden auf den folgenden Seiten daher verschiedene Methoden für unterschiedliche Zwecke der Rehabilitation vorgestellt.


