Wiederkäuer

Rehwild (capreolus capreolus)

Daten: 

Jagdzeit: 
Böcke: 01. Mai- 15. Oktober
Schmalrehe: 01. Mai-15. Januar
Geißen und Kitze: 01.September - 15 Januar
Brunft: Juli- August
Setzzeit: April- Juni
Anzahl der Jungtiere: 1-3 Kitze

Normalverhalten:

- Wald-, Feld- und Wiesenbewohner
–"Schlüpertyp" hält sich in Deckungen auf
– scheuer Kulturfolger
- flieht bei Annäherungen auf größere Entfernung
–Kitze werden abgelegt und mehrmals am Tag gesäugt

Tipps vor Ort:

  • Situation abklären
  • Beobachten, falls Kitze gefunden werden, ob diese versorgt werden
  • Kontakt mit Jagdausübungsberechtigtem
  • Rehabilitationschance einschätzen lassen
  • Anlaufstellen kontaktieren (Tierarztpraxen und Kliniken, Auffangstationen)
  • Bei Tierseuchenverdacht Veterinäramt kontaktieren Eigenschutz beachten!

Hilfe nötig?

  • Kein Fluchtverhalten
  • Jungtiere unversorgt (Tod Muttertier, vom Hund apportiert)
  • sichtbare Verletzungen
  • starke Abmagerung
  • Bei verendeten säugende Geißen vor September sollte intensiv nach Kitzen gesucht werden, da diese noch MIlch benötigen

Rotwild (​cervus elaphus)

Normalverhalten:

-​ Einst Steppenbewohner heutzutage meist in Mittel- und Hochgebirgsregionen
– extrem scheu
- schnell flüchtend
– Kälber folgen dem Alttier

Daten: 

Jagdzeit: 
Kälber und Alttiere: 01. August- 31. Januar
Schmaltiere und Spießer: 01. Juni- 31. Januar
übrige Hirsche: 01. August- 31. Januar
Brunft: September - Oktober
Setzzeit: Anfang  Juni- Mitte Juli
 Anzahl der Jungtiere: 1-2 Kälber

Hilfe nötig?

  • Kein Fluchtverhalten
  • Jungtiere unversorgt (Tod Muttertier, vom Hund apportiert)
  • sichtbare Verletzungen
  • starke Abmagerung
  • bei gehäuften Todesfällen Tierseuchenverdacht (TBC) Veterinäramt informieren.

Tipps vor Ort:

  • Situation abklären
  • Beobachten, ob Jungtier tatsächlich unversorgt ist
  • Kontakt mit Jagdausübungsberechtigtem
  • Rehabilitationschance einschätzen lassen
  • Anlaufstellen kontaktieren (Tierarztpraxen und Kliniken, Auffangstationen)
  • Bei Rotwild unbedingt den  Eigenschutz beachten!Tiere können schwere bis lebensgefährliche Verletzungen zuführen

Damwild (​dama dama) und Sikawild (cervus nippon)

Daten: 
Damwild
J agdzeit: 
Kälber und Alttiere: 01. September- 31. Januar
Schmaltiere und Spießer: 01. Juli- 31. Januar
übrige Hirsche: 01. September- 31. Januar
Brunft: Oktober- Mitte November
Setzzeit: Juni- Mitte Juli
 Anzahl der Jungtiere: 1-2 Kälber

Sikawild
J​agdzeit: 
Kälber und Alttiere: 01. August- 31. Januar
Schmaltiere und Spießer: 01. Juli- 31. Januar
übrige Hirsche: 01. August- 31. Januar
Brunft: Oktober- Anfang Dezember
Setzzeit: Mai- Mitte Juli
Anzahl der Jungtiere: 
1-2 Kälber

Normalverhalten:

-​ Wald- und Wiesenbewohner
– scheu
- schnell flüchtend
- Rudeltiere
– Kälber folgen dem Alttier

Tipps vor Ort:

  • Situation abklären
  • Beobachten, falls Jungtiere unversorgt sind
  • Kontakt mit Jagdausübungsberechtigtem
  • Rehabilitationschance einschätzen lassen
  • Anlaufstellen kontaktieren (Tierarztpraxen und Kliniken, Auffangstationen)
  • Bei Tierseuchenverdacht Veterinäramt kontaktieren Eigenschutz beachten!

Hilfe nötig?

  • Kein Fluchtverhalten
  • Jungtiere unversorgt (Tod Muttertier, vom Hund apportiert)
  • sichtbare Verletzungen
  • starke Abmagerung
  • Bei Dam- und Sikawild unbedingt den Eigenschutz beachten!Tiere können schwere bis lebensgefährliche Verletzungen zuführen

Gamswild (​rupicapra rupicapra), Steinwild (capra ibex) und Muffelwild (ovis ammon musimon)

Daten: 
Gamswild
J agdzeit: 01. August- 15. Dezember
Brunft: November - Dezember
Setzzeit: Mitte Mai- Juni
Anzahl der Jungtiere: 1 Kitz

Steinwild
J​agdzeit: ganzjährig geschont
Brunft: Dezember - Januar
Setzzeit: Mitte Mai- Juni
Anzahl der Jungtiere: 1 Kitz

Muffelwild
J​agdzeit: 01. August- 31. Januar
Brunft: Mitte Oktober- Mitte Dezember
Setzzeit: April- Mai
Anzahl der Jungtiere: 1-2 Lämmer

Normalverhalten:

-​ Bewohner von Mittel- und Hochgebirgsregionen
– extrem scheu
- schnell flüchtend
– Gamskitze werden tagsüber oft in Kindergärten von wenigen Altgeißen geführt
- Muffelwild ist relativ schmerzunempfindlich und zeigt Verletzungen erst spät

Hilfe nötig?

  • Kein Fluchtverhalten
  • Jungtiere unversorgt (Tod Muttertier, vom Hund apportiert)
  • sichtbare Verletzungen
  • starke Abmagerung
  • bei gehäuften Todesfällen Tierseuchenverdacht  Veterinäramt informieren.

Tipps vor Ort:

  • Situation abklären
  • Beobachten, falls Jungtiere unversorgt erscheinen
  • Kontakt mit Jagdausübungsberechtigtem
  • Rehabilitationschance einschätzen lassen
  • Anlaufstellen kontaktieren (Tierarztpraxen und Kliniken, Auffangstationen)
  • Bei Tierseuchenverdacht Veterinäramt kontaktieren
  • Vor allem beim Steinwild Eigenschutz beachten!
 
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