Steckbrief

Eisvogel

(Alcedo atthis)


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Eisvögel besitzen ein am Rücken und den Flügeln schillernd eisblaues Federkleid. Der Bauch und die Wangen sind bräunlich-orange gefärbt. Unter dem Schnabel und hinter den Ohren kann man ein rein weißes Gefieder erkennen. Die weiblichen Tiere sind durch eine orange Schnabelbasis am Unterschnabel vom Männchen zu unterscheiden. Die Intensität der Orangefärbung ist unterschiedlich ausgeprägt. Das Federkleid der Jungtiere entspricht denen der Eltern, nur erscheinen die Farben weniger leuchtend. Die kurzen Füße sind orange. Der lange Schnabel wirkt sehr lang im Vergleich zum Körper und der kurze Stoß ist typisch für den Eisvogel.

• in ganz Deutschland vertreten

• Standvogel

• selten Zugvogel/Durchzügler

• in der Nähe von fließendem oder stehenden Gewässer mit reichen Fischvorkommen

• Bäche, Seen, Teich mit reichlich Ansitzen

• Steilhänge/- Ufer

• wichtig für Brutröhren

Eisvögel sind sehr territoriale Tiere. Auch gegen Weibchen verteitigt das Männchen sein Revier. Dieses Verhalten wird in der Balzzeit abgelegt und das Weibchen bekommt typische Geschenke in Form von z.B. Fisch. Eisvögel graben ihre Nester in Form von 50-90cm langen Röhren in Steilhänge in sandige oder lehmige Flussufer mit ihrem Schnabel, welchen sie als Grabwerkzeug benutzen. Ende März beziehen die beiden Vögel ihr neues Heim und das Weibchen legt 6-7, manchmal sogar bis zu 9 Eier auf den nackten Boden in der Nestkammer ab. Die Brutpflege übernehmen für ca. 21 Tage beide Geschlechter. Eisvögel brüten 2-4x im Jahr, teilweise im Schachtelbrutverfahren, in dem das Weibchen bereits das neue Gelege bebrütet, währenddessen das Männchen noch die Jungtiere der ersten oder zweiten Brut füttert. Nach einer vierwöchigen Nestlingszeit, verlassen die Jungtiere die enge Höhle und werden von ihren Eltern wenige Tage im Revier geduldet, bis sie mit dem Beginn einer neuen Brut, die Jungtiere aus Revier vertreiben.

• typischer Vertreter des „Fischfresserschnabels“

• Süßwasserfisch

• Kaulquappen

• manchmal auch kleine Frösche, Molche

• Krebse und Mollusken

• klare, saubere Gewässer sind essentiell, da nur so die Beute ausfindig gemacht werden kann und es so zum Jagderfolg kommen kann

Der Eisvogel brütet bis zu 4x im Jahr. Die Brutpflege übernehmen beide Geschlechter gleichermaßen. Es kann sein, dass das Weibchen bereits auf dem zweiten oder dritten Gelege sitzt, noch bevor die erste bzw. zweite Brut ausgeflogen ist. Dann übernimmt das Männchen die Versorgung der ersten bzw. der zweiten Brut und das Weibchen brütet bereits das nächste Gelege aus. Dieses Prinzip nennt man Schachtelbrut. Dieses Prinzip wird nach besonders strengen Wintern in Deutschland angewendet. Somit werden eventuelle Verluste durch den harten Winter kompensiert.

Auch Eisvögel würgen Speiballen hervor und geben nur schwer oder gar nicht verdauliche Stoffe, wie Schuppen und Gräten von zuvor verspeißten Fischen, ab.

Bevor Eisvögel ihre Beute schlucken, wird diese durch mehrfaches Schlagen der z.B. Fische gegen einen harten Untergrund betäubt oder getötet.



 

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Videos

Hier sehen Sie einen männlichen Eisvogel auf seinem Ansitz.
Von dort aus hält er Ausschau nach potentieller Beute.


Hier ist ebenfalls ein männlicher Eisvogel zu sehen,
welcher auf seinem Ansitz nach Beute Ausschau hält.
Nach erfolgreicher Jagd, schlägt er seine Beute bewusstlos
oder tötet sie durch die zahlreichen Schläge,
um sie dann gefahrlos abschlucken zu können.


Auch Eisvögel würgen ein sogenanntes Gewölle,
zum Schutz der Darmwand, hervor.
Dies besteht aus unverdaulichen Resten der Beute,
wie z.B.: Gräten oder Schuppen.


Im folgenden finden Sie einen Steckbrief zum Download mit den wichtigsten Informationen für Sie zusammengefasst:

Test.

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