Die Vertreter dieser Schnabelgruppe besitzen sehr lange, schmale und spitz geformte Schnäbel.
Es gibt gerade, nach unten oder oben gebogene Varianten.
Die Schnabelspitze ist sehr empfindlich, da dort viele Nervenenden zusammenlaufen.
Dadurch ist es für den Vogel möglich kleinste Bewegungen im z.B. im Schlick wahrzunehmen, sodass im Schlamm lebende Lebewesen detektiert und als Nahrung aufgenommen werden können.
Einigen Vogelarten dieser Schnabelgruppe ist es möglich, den vorderen Teil ihres Schnabels unabhängig vom Rest des Schnabels zu bewegen. Diese Anpassung ist vor allem bei den Arten nützlich, die in Schlamm oder Boden nach Nahrung suchen müssen. (Schnepfen, Brachvögel, Watvögel)
Dies ermöglicht es den Vögeln, Nahrung effektiver aufzunehmen, besonders in Umgebungen mit schwer zugänglicher Beute.
Die Nasenlöcher befinden sich in der Nähe der Schnabelbasis, somit kommt es bei der Nahrungssuche zu keiner Verschmutzung der Nasenlöcher, auf der Suche nach Futter z.B. im Watt.
Passend zum langen Schnabel besitzen die Tiere der Sondierschnabelgruppe lange Beine.
Diese Eigenschaft beruht ebenfalls auf der Art der Nahrungsbeschaffung.
Da diese Tiere wassernah leben und auf Futtersuche gehen, benötigen sie die langen Beine, damit ihr Federkleid nicht dauerhaft durchnässt bzw. verschmutzt ist.