Was gibt es zu beachten?
zurück zur Themenübersicht Nahezu alle Nestlinge benötigen zu Beginn ihres Lebens Insekten als Hauptnahrungsquelle (exklusive der "reinen Vegetarier" wie dem Grünfink, Girlitz, Stieglitz, Bluthänfling und Kreuzschnabel, der fleisch- und fischfressenden Arten). Findet eine Ganzjahresfütterung statt, haben die Eltern die Möglichkeit auf Futter wie Getreide und Nüsse zurückzugreifen.
Der Film zeigt unterschiedliche Kohlmeisenbruten von 2022 und 2024 in einem Briefkasten und eine Brut in einem konventionellen Nistkasten, ebenfalls aus dem Jahr 2024. Die Filmaufnahmen zeigen, dass Wildvogel Eltern Futter an ihre Brut verfüttern, das sie zuvor an Futterstationen sammelten. Die Befürworter der Ganzjahresfütterung erklären oft, dass die Elterntiere Futter von Stationen überwiegend für sich selbst verwenden und das dass Verfütterung an die Jungtiere keinen signifikaten Einfluss auf die Entwicklung der Nestlinge hat.
Im Film wird die langwierige Fütterung von Kohlmeisennestlingen mittels eines Erdnussstücks gezeigt. Dieser Prozess kostete alle Tiere nicht nur viel Energie, sondern die jungen Vögel unter Umständen das Leben! Es kann zu schweren Verdauungs- und Passagestörungen (Ersticken, Magen- und Darmverschlüsse) kommen.
Dies zeigt sich Tierärzten und Personal von Wildtierauffangstationen immer wieder eindrucksvoll, wenn apathische und unter hochgradigem Durchfall leidende Nestlingen der Insektenfresser von Laien abgegeben werden, die zuvor aus Unwissenheit mit Getreide(brei) gefüttert wurden. Schwere bis tödliche Durchfälle oder massive Fehlenwicklungen des Gefieders sind die Folgen.
Die Sterblichkeitsrate bei dieser und einer vergangenen Brut im selben Briefkasten 2022 lag bei 80%. Die Ursachen für Verluste während der Jungvogelaufzucht sind vielfälltig.
Lassen Sie uns dennoch kein Risiko eingehen!
Bitte verzichten Sie während der Brutsaison auf eine Fütterung oder achten darauf, dass die Futtermittel geeignet sind! Bitte KEINE Erdnüsse (ganz oder als Bruch), Sonnenblumenkerne und Fettfutter anbieten!
Warum wir sie unterstützen und schützen sollten
Testen Sie Ihr Wissen über das Nahrungsspektrum unserer heimischen
Wildvögel
(abgebildet: exemplarische Futtermittel, die während Aufzucht oder Rehabilitationsphase von hilfebedürftigen Wildvögeln eingesetzt werden)
Nicht nur schön anzusehen!
Künstliche Wasserstellen sind für Vögel und andere Wildtiere besonders in Gebieten wichtig, in denen natürliche Wasserquellen nicht ausreichen, ganzjährig oder saisonal versiegen oder nur schwer zugänglich sind.
Unterdurchschnittliche Jahresniederschläge und überdurchschnittliche Lufttemperaturen führen seit einigen Jahren zu fallenden Wasserständen in Seen bis hin zu tiefgründiger Trockenheit, Niedrigwasserbedingungen im Gewässernetz und erheblichen Schäden für die Ökosysteme. Die Gründe dafür sind vielseitig. Zunehmende Oberflächenversieglung, dem Verlust natürlicher Wasserquellen und Lebensräume und lokal immer häufiger sinkender Grundwasserspiegel, wird es für unsere Wildtiere zunehmend schwieriger an lebensnotwendige Wasserstellen zu gelangen.
Künstlich angelegte Wildtiertränken können, bei richtiger Verwendung und Reinigung, eine Hilfe für unsere heimischen Wildtiere darstellen. So können sie z.B. das Komfortverhalten der Vögel und anderer Wildtiere steigern.
Die regelmäßige, gründliche, tägliche Reinigung der Tränken/Badestellen ist sehr wichtig! Sonst besteht eine erhebliche Gefahr, dass sich Krankheitserreger im Wasser rasch vermehren können und aufgrund der frequenten Nutzung verschiedener Individuen, eine schnelle Ausbreitung von Krankheiten unter den verschiedenen Wildtieren die Folge ist.
Das Bereitstellen künstlicher Wasserstellen ist nur eine unterstützende Maßnahme. Es muss versucht werden die Ursachen für den Rückgang von natürlichen Wasserquellen zu stoppen oder sogar zu beheben! Hier ist die Politik und jeder einzelne Bürger gefragt! Wasser ist kostbar, verschwendet es nicht!