Im Video sehen Sie die Fütterung verschiedener hilfebedürftiger Wildsäuger
Dieser Mythos hält sich hartnäckig in den Köpfen der Menschen. Tatsächlich nehmen die meisten Wildtiermütter ihre Jungtiere auch dann wieder an, wenn diese menschlichen Geruch an sich tragen. Die Muttertiere orientieren sich bei der Erkennung ihrer Jungen an einer Vielzahl von Sinnesreizen, wie z.B. der Stimme, dem Aussehen und vor allem dem artspezifischen Geruch der Jungtiere, der durch Berührungen nicht stark verändert wird. Wildsäugetiere haben eine starke elterliche Bindung zu ihren Jungen, besonders in den ersten Lebenswochen. Bei vielen Wildsäugetieren besteht ein angeborener Drang, ihre Nachkommen zu schützen und zu versorgen, sie haben einen ausgeprägten "Mutterinstinkt", welcher den Fremdgeruch übertrifft.
Wenn Sie sich dennoch unsicher fühlen, können Sie das Jungtier, vor dem Zurücksetzen, mit etwas Gras abreiben.
Viel wichtiger ist es, sich zügig und besonnen vom Jungtier zu entfernen, da die anderen Jungtiere und Elterntiere nicht gestört oder aufgeschreckt werden sollten und Ihre Anwesenheit von Fressfeinde bemerkt werden könnte.
Die Aufzucht von unverletzten Wildtieren durch die Elterntiere ist IMMER der Aufzucht durch Menschenhand vorzuziehen und eine unnötige Entnahme ist unbedingt zu vermeiden!
Weisen die Tiere Zeichen von Hilfebedürftigkeit auf (siehe Säuger Leitfaden), sollten die Jungtiere an fachkundige Tierärzte/innen, fachkundige Personen oder eine Wildtierauffangstation übergeben werden. Wie dies idealerweise geschehen sollte, können Sie unter den "H.I.L.F.E." Kategorien nachlesen.